Heise 12.06.2026
13:30 Uhr

heise+ | POSIX-Attribute für Entra ID mit Himmelblau anlegen


Werden vor einer Entra ID-Umstellung Linux-Clients und -Fileserver genutzt, gelten dort POSIX-Berechtigungen. Ein eigenes ID-Mapping kann sinnvoll sein.

heise+ | POSIX-Attribute für Entra ID mit Himmelblau anlegen

In den Benutzer- und Gruppenobjekten von Entra ID fehlen Attribute, die Unix-Benutzer (UID) oder -Gruppen (GID) kennzeichnen. Um Attribute wie uidNumber oder gidNumber anlegen und ihnen feste eigene Werte zuweisen zu können, muss man das Schema von Entra ID erweitern. Ohne diese Anpassung müsste man bei Migrationsprojekten alle Berechtigungen neu setzen – etwa wenn eine lokale Domain auf Entra ID umgestellt wird und Linux-Systeme per Winbind Benutzerinformationen wie gidNumber und uidNumber beziehen.

Gleiches gilt bei einer neuen Entra-ID-Einrichtung, um Linux-Benutzer und -Gruppen direkt mit POSIX-Attributen auszustatten. Damit Linux-Systeme die neuen Attribute nutzen können, reicht es nicht, nur den Entra-ID-Tenant zu erweitern. Alle Hosts benötigen zusätzlich die Berechtigung, diese Attribute auszulesen. Dieser Artikel erklärt, wie das mit dem Open-Source-Authentifizierungssystem Himmelblau gelingt.

Die Attribute lassen sich auch aus einem lokalen Active Directory auslesen. Daher empfiehlt es sich, zunächst die Schemaerweiterung einzurichten, bevor man die Objekte aus dem AD importiert. So erhalten Benutzer und Gruppen direkt die im AD hinterlegten POSIX-Attribute. Alternativ kann man die Attribute manuell anlegen und die Werte später zuweisen – etwa wenn Entra ID ohne Datenübernahme aus einem AD eingerichtet wird oder die Attribute nachträglich ergänzt werden müssen.